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Inbetriebnahme der Forschungsanlage für Hochmodulglasfasern

Feierliche Inbetriebnahme der Forschungsanlage für Hochmodulglasfasern am 29.06.2018 mit Ministerpräsident Kretschmer und Herrn Preiss-Daimler in Oschatz

 

Mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde heute die Forschungsanlage für Hochmodulglasfasern feierlich in Betrieb genommen. Besonders freute sich Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Herr Michael Kretschmer darüber, dass die P-D Glasseiden GmbH Oschatz ihr Schicksal in die Hand nimmt und aus Tradition Zukunft gestalten will.

So sagte der Ministerpräsident: "Das traditionsreiche Oschatzer Unternehmen ist ein gutes Beispiel für die lange und erfolgreiche sächsische Industrietradition. Es steht für unternehmerische Weitsicht, für Mut und für den Machergeist von Unternehmern und Belegschaften bei uns im Freistaat. Es sind Unternehmer wie Jürgen Preiss-Daimler und seine Mitarbeiter, die das Industrieland Sachsen voranbringen. Innovationen wie hier in Oschatz sind der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Gerade deswegen investiert der Freistaat ganz gezielt in Hochschulen, Forschung, Technologietransfer und Weiterbildung."

Seit 2016 wurde intensiv an der Entwicklung von Hochmodulglasfasern für den Leichtbau und Schutzanwendungen geforscht und heute wurde das Kernstück weiterer Entwicklungsaktivitäten feierlich bei der P-D Glasseiden GmbH Oschatz in Betrieb genommen. Das Forschungsprojekt mit einem Volumen von 2 Millionen € wurde im Jahr 2016 begonnen und vom Freistaat Sachsen aus den Mitteln des „Europäischen Fond für Regionale Entwicklung“ (EFRE) anteilig mit ca. 45% gefördert.

Mit den Ergebnissen dieses Forschungsprojektes soll die Grundlage dafür gelegt werden, die aktuelle  Glasfaserproduktion auf ein neuartiges, zukunftsorientiertes Produkt umzustellen und damit die mehr als 50jährige Tradition der Glaserzeugung fortzuführen. Basierend auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts soll in einer weiteren Investition eine Pilotlinienfertigung aufgebaut werden, mit der die industrielle Fertigung dieser Hochmodul-Glasfaser erprobt werden soll.

Im Rahmen der Inbetriebnahme bemerkte Herr Preiss-Daimler: „Wir haben in Oschatz die modernste Technologie zur Erzeugung von Spezialglasfasern aufgebaut. Gemeinsam mit dem Wissen aus mehr als 50-jähriger Tradition der Glasfasererzeugung können wir damit nicht nur die hochwertigsten Glasfasern herstellen, sondern sind mit der P-D Glasseiden GmbH Oschatz damit auch für das zukünftig weiter zunehmende Servicegeschäft für die Glasindustrie weltweit bestens gerüstet.

Herr Ministerpräsident Kretschmer nahm sich ausführlich Zeit, um sich über die aktuellen Rahmenbedingungen beim größten Hersteller von Glasfasertextilien in Deutschland zu informieren, der Teil der P-D Gruppe, dem größten konzernunabhängigen Unternehmen in Sachsen ist. Nach einem Austausch mit der Geschäftsführung hatten ein Dutzend Mitarbeiter die Gelegenheit dem Ministerpräsidenten im Dialog ihre Fragen zu stellen.

Beim anschließenden Fabrikrundgang zeigte die P-D Glasseiden GmbH Oschatz Ihre umfangreiche technische Kompetenz und Vielfalt in der Produktion. Für uns gilt „Geht nicht, Gibt’s nicht! – Nur so können wir mit hoher Servicequalität und außerordentlicher Liefertreue unsere Marktposition in dem bestehenden wirtschaftlichen Umfeld behaupten“ meinte Herr Pfuhl, kaufmännischer Geschäftsführer, mit Blick auf das weitreichende Produktspektrum von der Glasfaser über die Glasfasermatte, die
Herstellung von Geweben für strukturelle Anwendungen, sowie die Herstellung von komplexen Flächengebilden, die insbesondere in der Kanalsanierung, der Sport- und Windkraftindustrie Anwendung finden.

Bei der feierlichen Inbetriebnahme konnte dann Herr Ministerpräsident Kretschmer mit Herrn Preiss-Daimler nach dem Durchschneiden eines Glasfaserbandes die Anlage gemeinsam in Betrieb nehmen. Zuvor gab es noch eine artistische Einlage von Frau Ellen Urban, die am Vertikaltuch ihre tänzerischakrobatische Vorführung darbot. „Technische Prozesse haben ihre eigene besondere Ästhetik und die Herstellung von Glasfasern ist ein fließender Prozess, den Frau Ellen Urban in sehr eleganter Weise darstellt“ sagte Herr Dr. Plath, Geschäftsführer Technik, bei der kurzen Begrüßung an der Forschungsanlage und rundete seine Grußworte mit dem Kommentar ab, „Wir können zwar nicht aus Stroh Gold machen, aber wir sind sehr stolz auf unsere treuen und engagierten Mitarbeiter, die beim Herstellen von Glasfasern aus „Sand“ Engelshaar machen können! Und das seit mehr als 50 Jahren, jeden Tag, 24 Stunden lang und 365 Tage im Jahr! Dafür an dieser Stelle auch nochmals ganz herzlichen Dank an unsere kompetenten Mitarbeiter!


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